Wetter & Klima in Tschechien
Infos zum Wetter und zur optimalen
Reisezeit in die Tschechische Republik
Das Klima in Tschechien ist nicht nur regional sehr
unterschiedlich, sondern auch von Jahr zu Jahr. Zwar
gilt das Klima meteorologisch gesehen als gemäßigt,
doch treten auch in Tschechien immer mehr Wetterextreme
auf. So können die Sommermonate extrem heiß,
aber auch total verregnet sein. Die auch in Deutschland
üblichen Luftmassengrenzen der Sommermonate sind
nicht mehr so konstant und vorhersehbar.
Temperaturen
Die Durchschnittstemperaturen liegen
im Januar bei ca. minus 1,5 Grad Celsius und im Juli
bei ungefähr 19 Grad Celsisius. Das Stadtklima
von Prag bewirkt, dass es in der tschechischen Hauptstadt
immer etwas wärmer ist als im übrigen Land.
Auf die jährliche Niederschlagsmenge hat dies
aber keinen Einfluss. Am kältesten ist es natürlich
auf dem höchsten Berg der Republik, der über
1600 Meter hohen Schneekoppe. Die Temperaturunterschiede
zwischen Gipfel und Tal betragen im Jahresdurchschnitt
etwa zehn Grad. So kommt es nicht selten vor, dass
am Fuße des Berges kein Schnee zu finden ist,
was vor allem auf Skilanglauf Auswirkungen hat, aber
auf den Höhenlagen alle Abfahrten möglich
sind. So hängen die Niederschlagsmengen wesentlich
von der Höhenlage ab. Die regenreichsten Orte
liegen in den höheren Gebieten der Gebirge wo
sich oft die Regenwolken stauen. Die geringsten Regenmengen
werden meist im tiefer gelegenen Südostmähren
und in Teilen Böhmens gemessen.
Die richtigen Wintermonate sind Dezember,
Januar und Februar, wobei durchschnittlich der Januar
der kälteste Monat ist und zu dieser Zeit in
ganz Tschechien Minustemperaturen herrschen. Man kann
davon ausgehen, dass in Gebieten über 1000 Meter
meist eine dreimonatige, dauerhafte Schneedecke vorzufinden
ist. Dies sollte man man bei der Wahl eines Skiurlaubs
in Tschechien berücksichtigen.
Der Winter in Tschechien ist oft schon
im März beendet, und die Temperaturen steigen
an, bleiben aber meist noch unter zehn Grad Celsius.
Selbst in den höchsten Lagen beginnt bereits
Anfang April die Schneeschmelze. Anfang Mai beginnt
in der Regel die Vegetation zu blühen. Dies ist
für Freunde der unverfälschten Natur, die
in Tschechien in der Tat noch überwiegt, die
beste Zeit für Wanderungen oder auch für
Radtouren.
Beste Reisezeit nach Tschechien
Natürlich kommen die meisten Besucher
im Sommer in die Tschechische Republik. Man muss mit
Temperaturen von 20 bis 30 Grad Celsius rechnen, wobei,
wie oben bereits erwähnt, Prag immer noch etwas
wärmer ist. Und selbst im Hochsommer muss man
beachten, dass die Temperaturen rund um die Schneekoppe
kaum die Zehn-Grad-Grenze überschreiten. Aber
in den Tälern, an den vielen Seen, erwärmt
sich das Wasser sehr schnell und erreicht Temperaturen
von bis zu 25 Grad. Doch die warme Luft hat auch für
den Besucher einen großen Nachteil: Die wärmsten
Monate sind auch die regenreichsten - Wetteraufzeichnungen
belegen dies.
Ab September hält der Herbst sein
Einzug in Tschechien. Der September ist vielleicht
auch der schönste Monat des Jahres: kaum Niederschläge
und ein Altweibersommer wie aus dem Bilderbuch. Wandern
und Städtetouren kann man zu dieser Zeit am allerbesten
kombinieren. Doch schon Anfang Oktober geht es mit
den durchschnittlichen Tagestemperaturen wieder auf
unter 10 Grad Celsius zurück und die ersten Nachtfröste
treten auf.Doch man sollte eines beachten, diese Wetterregeln
beruhen auf Aufzeichnungen der etwa letzten hundert
Jahre. Durch den Klimawandel hat sich alles etwas
verändert und Prognosen für Wetterregeln
werden immer schwieriger. Wer also die Tschechische
Republik besuchen möchte, der sollte sich eher
auf kurzfristige Vorhersagen verlassen oder die richtige
Kleidung mitnehmen.
| Das
Wetter, Klima und die Temperaturen der weiteren
EU Länder: |
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Bilder: Karte
© Gerhard Egger - Fotolia.com | Prag © Heinz
Waldukat - Fotolia.com |