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Da
Lettland zu Mitteleuropa gehört, unterliegt
das Land auch dem Einfluss des mitteleuro- päischen
Klimas. Das bedeutet, dass die Sommer relativ
angenehm warm sind. Es kommt zu keinen oder
nur zu wenigen Perioden größerer
Hitze. Die Winter hingegen sind kühl bis
teilweise sogar sehr kalt.
Temperaturen
Der Juli ist der wärmste
Monat des Jahres. Dann bewegen sich die durchschnittlichen
Temperaturen bei etwa achtzehn Grad Celsius.
Schon im August wird es wieder allmählich
kühler, auch die Sonnenstunden nehmen ab.
Diese betragen im August acht, im Juni und Juli
neun an der Zahl. Die Niederschlagshäufigkeit
nimmt in den Sommermonaten ab, wenngleich es
dennoch keine wirklichen Trockenperioden gibt.
Die niederschlagärmsten Monate sind März
und Mai, dann regnet es im Durchschnitt an etwa
zwölf Tagen in den jeweiligen Monaten.
Im Winter hingegen warten die
Monate Dezember und Januar mit den häufigsten
Niederschlägen auf, dann regnet es durchschnittlich
an achtzehn beziehungsweise neunzehn Tagen im
Monat. Diese Monate und zusätzlich noch
der November sind auch die Monate mit der geringsten
Anzahl von Sonnenstunden. Dann scheint die Sonne
oft nur eine Stunde am Tag, an vielen Tagen
erreicht sie nicht einmal eine ganze Stunde.
Die Temperaturen im Winter müssen differenziert
betrachtet werden. An der Küste ist es
dann am kältesten, Temperaturen von minus
20 Grad Celsius oder sogar noch weniger sind
dann keine Seltenheit. Besonders die Nächte
warten mit knackigen Frösten auf. An der
Küste ist der Januar der kälteste
Monat des Jahres. Der Osten hingegen steht nur
unter mäßigem Frosteinfluss, die
Temperaturen bewegen sich dann bei etwa minus
zehn Grad Celsius. Hier ist der Februar der
kälteste Monat überhaupt. Interessant
ist auch, dass die Winter relativ dunkel sind:
die kürzesten Helligkeitsphase beträgt
gerade einmal sieben Stunden, während es
im Sommer bis zu achtzehn Stunden lang hell
ist.
Herbst und Frühjahr sind
übrigens relativ mild, besonders im Frühjahr
scheint die Sonne länger und es fallen
weniger Niederschläge. Insgesamt kann man
diese Jahreszeiten mit denen in Deutschland
vergleichen. Das gilt auch für den Sommer.
Dann bestehen auch kaum Unterschiede zu den
Sommern hierzulande. Die größten
Abweichungen bestehen tatsächlich im Winter,
wenn es hier deutlich wärmer - allerdings
nicht unbedingt trockener - ist. Die Winter
in Lettland sind zudem sehr schneereich. Wer
also Wintersport betreiben will und einmal nicht
in die Berge fahren möchte, kann sich in
Lettland so richtig austoben. Allerdings sollte
sich der Reisende auf teilweise wirklich extreme
Temperaturen einstellen.
Wann nach Lettland reisen?
Die beste Reisezeit liegt in
den Monaten Mai bis September. Dann ist es nicht
mehr so kalt und die Tage sind relativ lange
hell. Vor allem gegen Herbst ist aber damit
zu rechnen, dass die Unterschiede bezüglich
der Temperaturen zwischen Tag und Nacht zunehmen,
das Reisegepäck sollte also entsprechend
ausgewählt werden. Wer einen Badeurlaub
in Lettland plant, sollte die Monate Juli und
August ins Auge fassen, wobei der Juli den Vorzug
bekommen sollte. Allerdings muss gesagt werden,
dass auch dann die Ostsee ziemlich frisch ist.
Die Wassertemperatur erreicht hier kaum einmal
die zwanzig Grad Marke, meist bewegt sie sich
um siebzehn bis höchstens achtzehn Grad
Celsius. Vor allem, wenn ein auflandiger Wind
hinzu kommt, wird das Badevergnügen schnell
getrübt, da dann nicht nur das Wasser sehr
frisch ist, sondern sich die Luft auch leicht
auf unter zwanzig Grad Celsius abkühlt.
Doch ein Spaziergang am Strand ist auch immer
wieder schön und das geht auch bei Temperaturen,
die ein fröhliches Herumplanschen im Ostseewasser
eigentlich unmöglich machen.
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