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Deutschland liegt in Mitteleuropa, im Einflussgebiet der nordhemisphärischen Westwindzone. Das bedeutet, dass Deutschland im Einzugsgebiet der Atlantik-Winde liegt. Die kennt man von der Wetterkarte am ehesten als "atlantische Tiefausläufer" - sie bringen Deutschland Tiefdruck-Gebiete mit starken Winden. Ein Klima für Deutschland gibt es aber nicht. Etwas milder sind die Ostseegebiete - etwa die Insel Rügen, die zu den beliebtesten Urlaubsregionen zählt.

 

Die sehr unterschiedlichen Regionen weisen verschiedene Klimata auf. So hat beispielsweise das Oberrheintal ein sehr mildes Klima, in dem sogar Wein gut gedeiht. Im Süden hingegen sind die Klimaschwankungen stärker, in Bayern können die Sommer sehr heiß sein, im Winter fällt Schnee, zum Beispiel in den Alpen.

 

Der Norden, insbesondere die Küstenregionen, bieten gleichmäßigere, aber im Durchschnitt kältere Temperaturen, die ihren Ursprung zum Teil auch in der "gefühlten" Kälte haben. Die gefühlte Kälte wird durch den "wind chill factor" bedingt. Das bedeutet, dass wir Temperaturen als kälter empfinden, wenn es windig ist, denn die Luftströmung fühlt sich auf der Haut kälter an, obwohl die messbare Außentemperatur dieselbe ist.

Deutschland Kartenansicht

 

Der "wind chill factor" kann bei Temperaturen nahe der 30-Grad- Celsius-Grenze sehr angenehm sein, bei deutschen Durchschnittstem- peraturen von 24 Grad Celsius im Sommer jedoch eher unangenehm. Dass Deutschland aber nur kalte und verregnete Sommer zu bieten hat, ist ein Vorurteil, dass spätestens nach dem Jahrhundertsommer zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nicht mehr haltbar ist.

 

Der Klimawandel macht sich auch in Deutschland bemerkbar. Heiße Sommer häufen sich und schneesichere Winter werden immer seltener. Dafür ist das Frühjahr meist schon im April sehr warm, zum Teil mit hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad Celsius. Die Winter sind dafür wesentlich milder geworden, sehr zum Leidwesen der Wintersportler, die immer häufiger auf ausländische Wintersportgebiete ausweichen müssen.

 

Temperaturen: Die offizielle Klimatabelle gibt im Dezember, Januar und Februar immer noch durchschnittlich Minusgrade an, die Höchsttemperaturen liegen um die 3 bis 4 Grad Celsius. Von April bis September sind die Temperaturen zweistellig im Plusbereich, wobei der Juli als wärmster Monat angegeben wird.

 

Der Realität entspricht das jedoch schon seit Jahren nicht mehr. Heutzutage sind der April und der Mai meist die "Temperaturausreißer" mit trockenem Klima und hochsommerlichen Temperaturen. Dafür ist der Sommer mit Juli und August zwar durchschnittlich noch relativ warm, aber durch heftige Regenfälle geprägt. Im Winter sinken die Temperaturen nur noch selten tagsüber unter den Gefrierpunkt, dafür nimmt die Zahl der Stürme zu.

Ideale Reisezeit nach Deutschland

Die beste Reisezeit ist - für diejenigen, die schönes, warmes Wetter suchen - daher das Frühjahr. Besonders an der Küste kann es dann schon angenehm warm sein, und man bleibt von tagelang anhaltendem Regen und Orkanböen verschont. Im Oberrheintal ist der Mai häufig schon so warm, dass man die Badehose einpacken sollte. Die wärmste Region mit den meisten Sonnentagen ist dabei die Region um die Stadt Freiburg im Hochschwarzwald.

2006 Ein Sommermärchen

 

Dort kommt schon im späten Frühling Toscana-Feeling auf. Für Badeurlaub sind die Binnenseen wie etwa der Bodensee eher zu empfehlen als die Küstenregionen. Auch im Sommer kann der Wind recht kalte "gefühlte" Temperaturen verursachen, und die Wassertemperaturen liegen selten über 20 Grad Celsius. Die unangenehmste Reisezeit für ganz Deutschland sind wohl die Monate November und Dezember. Wenn überhaupt, kommt der Schnee in Deutschland meist später, erst zum Jahresanfang, in manchen Höhenlagen sogar erst im Februar oder März. Dafür sind die Temperaturen aber schon recht niedrig, und man muss mit häufigen Herbststürmen und viel Niederschlag rechnen.

 

 

Fereientipp: Auf ostsee-ferienziele.de können Sie Ihren Ostseeurlaub online buchen

Wintersport

In den vergangenen Jahren hat Deutschland als Wintersportgebiet immer mehr an Reiz verloren. Keine Schneesicherheit, auch nicht in den sonst so schneesicheren Monaten Januar und Februar. Einen Wintersporturlaub in Deutschland zu buchen, kommt daher einem va-banque-Spiel gleich. Meist muss man in seiner Urlaubszeit mit Regen- oder Schneematsch vorlieb nehmen. Wetter

 

 

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